Pferd & Gesetz

Kleiner oder grösser als 148 cm?

Aktuell - Stockmasseinteilung
Zwei Quarterhorses mit Stockmass unter und über 148 cm

Die obligatorisch auf dem Internetportal agate zu meldenden Tierdetails für Equiden umfassten bisher keine Angaben zur Widerristhöhe. Aufgrund von Änderungen diverser Agrarverordnungen musste jetzt eine Einteilung der erfassten Equiden in „kleiner gleich 148 cm“ oder „grösser als 148 cm“ nachträglich erfasst werden. Die Betreiberin der Datenbank agate teilte vor kurzem sämtliche Pferde und Ponys aufgrund der angegebenen Rassenzugehörigkeit in eine dieser zwei Kategorien ein. Mit einer Information an alle Equideneigentümer/innen wurde aber darauf hingewiesen, dass diese Einteilung manuell korrigiert werden kann (Informationen unter www.agate.ch).

Für bäuerliche Pferdehalter/innen ist die Einteilung der Pferde in unter oder über 148 cm von Bedeutung, da ab 2018 die Bestandesdaten von Tieren der Pferdegattung automatisiert von der TVD bezogen und für die Berechnung der Direktzahlungen verwendet werden. Ein erwachsenes Pferd mit einem Stockmass über 148 cm wird dann als 0.7 Grossvieheinheiten (GVE) angerechnet werden, während ein Pferd kleiner oder gleich 148 cm nur 0.35 GVE zählen wird. Ein relativ grosser  Unterschied, der sich durchaus auf die Buchhaltung auswirken kann.

Viele Pferderassen, wie beispielsweise Camargue-Pferd, Haflinger, Welsh Cob, Mérens, Criollo, Quarter Horse, Kreuzungen, etc. können die Grenze von 148 cm gemäss Rassenstandards sowohl über- als auch unterschreiten. Speziell für diese Pferde ist eine Kontrolle des auf agate zugeteilten Stockmasses zu empfehlen, da sie automatisch alle der Kategorie „kleiner gleich 148 cm“ zugeteilt wurden. 

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„Kleine Revision“ Tierschutzverordnung

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© Anne-Marie Blüntzer-Sittre, www.franchesmontagnes.piwigo.com

Für einige Verordnungen des Veterinärbereichs, insbesondere für die Tierschutzverordnung, sind wichtige Neuerungen vorgesehen. Die entsprechende öffentliche Vernehmlassung dauert bis zum 7. Februar 2017.Betreffend Pferde sind im Entwurf kaum spezifische Punkte enthalten, ausser dass künftig nicht mehr von „Pferden“ sondern von „Equiden“ gesprochen werden soll.Neu sollen allerdings auch für nicht gewerbsmässige Veranstaltungen mit Tieren Regelungen in der Tierschutzverordnung formuliert werden. Insbesondere sollen künftig überregionale Tierveranstaltungen (wie z.B. viele Reitsportveranstaltungen) einer Meldepflicht beim zuständigen kantonalen Veterinärdienst unterliegen. Stehen die Pferde während des Anlasses unter der Obhut des Veranstalters (beispielsweise, wenn sie über Nacht eingestallt werden), muss eine verantwortliche Person für deren Betreuung bezeichnet werden. Diese Person muss einen Sachkundenachweis (SKN Pferde) erbringen. Veranstalter von Pferdesportanlässen sollten sich bewusst sein, dass ihnen hier mehr Verantwortung übertragen wird.

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Faktoren zur Berechnung von Standardarbeitskraft werden gesenkt

Aktuell - Anpassung SAK Pferde

Im Rahmen des Agrarpakets Herbst 2015 wurden weitreichende Beschlüsse zu einer Anpassung der Faktoren für die Berechnung der Standardarbeitskraft (SAK) gefällt. Die Faktoren werden gesenkt, hingegen können SAK-Zuschläge für paralandwirtschaftliche Aktivitäten und Dienstleistungen im Pferdebereich geltend gemacht werden.