Bienen und Pestizide: Pauschalaussagen sind irreführend

Biene Löwenzahn

Aktuell werden Resultate einer veröffentlichten Studie zu Wechselwirkungen zwischen zwei Neonikotinoiden und dem Parasit Varroa destructor auf Honigbienen von den Medien aufgegriffen und diskutiert. Manche Titel könnten zu falschen Schlussfolgerungen führen.

Für Agroscope als Mitautorin der Studie sind folgende Aspekte wichtig:

Untersucht wurden mögliche synergistische Wechselwirkungen zwischen zwei Insektiziden aus der Gruppe der Neonikotinoide und dem Parasit Varroa destructor auf Honigbienen. Eine Pauschalaussage, dass Pestizide für Bienen tödlich sind, ist falsch. Gezeigt hat die Studie, dass die beiden neonikotiniden Wirkstoffe die Gesundheit der Bienen weiter verschlechtern, wenn diese bereits vom Parasit Varroa befallen sind.

Der Einsatz der beiden lnsektizide ist seit Anfang 2019 in der Schweiz und in der EU im Freiland verboten. In anderen Ländern können die Mittel noch eingesetzt werden.

Für die in den vergangenen Jahren beobachteten hohen Verluste von Bienenvölker sind zu einem grossen Teil Krankheitserreger und Schädlinge verantwortlich.

Agroscope ist bestrebt im aktuellen Kontext der Diskussionen zu einer differenzierten, wissenschaftlichen Betrachtung der Forschungsresultate beizutragen.

Letzte Änderung 05.06.2019

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