Rüttimann B.
Schweizer Zeitschrift für Obst- und Weinbau. 148, (13), 2012, 6-9
Zusammenfassung: Schafe in winterlichen Rebbergen sind keine Seltenheit. Sie werden zum Abweiden
des Unterbewuchses eingesetzt. Wenn aber Ende April der Austrieb einsetzt, müssen
die Tiere anderswo platziert werden, da sie sonst Knospen und junge Triebe
abfressen. Ein Praxisversuch mit Skudden-Schafen in Villingen (AG) zeigt nun, dass
die Tiere im Verlauf des Frühsommers wieder in die Reben getrieben werden können
und sogar beim Auslauben nützlich sein können. Skudden sind kleine, genügsame
Schafe, die sich besonders für die Landschaftspflege und Hobbyhaltung eignen.
Voraussetzung für einen Einsatz in den Reben ist, dass die Herdenstärke dem
Futterangebot angepasst wird und das Weidemanagement zwingend den lokalen
Voraussetzungen Rechnung trägt. Auch ist nach Reifebeginn eine erneute Umplatzierung
der Tiere nötig, da ab zirka 30° Oechsle auch Trauben gefressen werden.