Fusarium-Pilze infizieren Getreide- und Maispflanzen – das führt nicht nur zu massiven Ertragsverlusten, sondern auch zu Erntegut, das mit Pilzgiften belastet und daher als Nahrungs- und Futtermittel unbrauchbar ist.

Maiskolben mit Fusarienbefall (Foto: H.R. Forrer, Agroscope ART)
Fusarien-Pilze rufen bei Getreide und Mais verschiedene Krankheiten hervor. Wichtiger als die damit einhergehenden Ertragsverluste ist die Belastung der Pflanzen mit Pilzgiften. Mykotoxin-Belastungen des Ernteguts gefährden die Gesundheit von Mensch und Tier. In schweren Fällen muss sogar das gesamte Erntegut vernichtet werden. Um die Produktion von qualitativ hochwertigen Getreide- und Maisprodukten sicherzustellen, untersuchen die Forschenden von ART sowohl den Fusarium-Befall als auch den Toxingehalt in Ernteproben. Mit einer eingehenden Analyse der Anbautechnik der beprobten Flächen wird nach befallsfördernden Faktoren geforscht. So werden Anbauverfahren mit geringem Risiko für Toxinbelastungen entwickelt. Die Resultate der Untersuchungen werden zur weiteren Entwicklung des Fusarien-Prognosesystems FusaProg mit einbezogen. Um mögliche zukünftige Gefahren frühzeitig erkennen zu können, untersucht ART zudem im Labor und im Freiland die Vielfalt einzelner Fusarium-Arten.