Agroscope

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Historisches

Geburtsstunde der landwirtschaftlichen Forschung

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 Labor 1 Wädenswil, 1964
Um 1850 wurden die ersten Düngemittel eingesetzt: Phosphate und Guano. Um die Kundschaft vor Fälschungen zu bewahren, wurden in Europa die ersten Analyse- und Kontroll-Labors aus der Taufe gehoben. Mit dem Wissen über die Düngemittelzusammensetzung kam der Wunsch nach optimaler Dosierung. Jede Kulturpflanzenart hat ihre eigenen Bedürfnisse, und auch jeder Bodentyp braucht eine angepasste Dosierung. Die Chemie und die Physik des Bodens gewannen dadurch an Wichtigkeit. Darüber hinaus begann man die Zusammensetzung und Nährstoffgehalt von Futterpflanzen für die Nutztiere zu untersuchen. Insbesondere erforderte die Erforschung der Verdaubarkeit schon zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts feine Analysemethoden. Damit kam es zur Gründung der Eidgenössischen Forschungsanstalten.

Geburtsstunde von Agroscope Changins-Wädenswil ACW

Seit Januar 2006 besteht Agroscope (die landwirtschaftliche Forschung des Bundesamtes für Landwirtschaft) aus folgenden drei Forschungseinheiten:

  • Forschungsanstalt Changins-Wädenswil ACW (Pflanzenbau & pflanzliche Lebensmittel)
  • Forschungsanstalt Liebefeld-Posieux ALP (Tierproduktion & Milchwirtschaft)
  • Forschungsanstalt Reckenholz-Tänikon ART (Oekologie, Oekonomie & Landtechnik)

Geschichte des Standorts Wädenswil

Nach mehreren Jahrzehnten in Privatbesitz entstand 1890 im Schloss die «Deutschschweizerische Versuchsstation für Obst-, Wein- und Gartenbau». Ihr erster Direktor wurde mit Hermann Müller-Thurgau eine spätere Berühmtheit. Er gilt als bedeutendster Pionier der angewandten Botanik. Ihm gelangen die ersten wissenschaftlichen Rebkreuzungen, unter anderem die Züchtung der Riesling x Sylvaner-Rebe, die dem daraus gekelterten Weisswein den Namen gab. In den 1990er Jahren zeigten genetische Analysen, dass Müller-Thurgau dabei ein Irrtum unterlaufen war. Statt mit der Sylvaner- hatte er nämlich die Rieslingrebe mit der Königlichen Magdalener-Rebe gekreuzt.

In den folgenden 110 Jahren bis heute entwickelte sich die Forschungsstation, 1968 in «Eidgenössische Forschungsanstalt» umbenannt, zu einer Institution von Weltruf.

Geschichte des Standorts Changins

Ende des 19. Jahrhunderts wurden die westschweizer Reben von Krankheiten heimgesucht . Dies war die Geburtsstunde der Wadtländer Rebenforschungsstation im Jahr 1886. Die Eidg. Forschungsanstalt Changins (RAC) entstand durch die Fusion der Eidg. Forschungsstation für landwirtschaftliche Chemie (1886 gegründet), des Eidg. Saatgut-Kontrolllabors (1898 gegründet) und der Eid. Rebenforschungsstation (1915 gegründet). Von 1976 bis 2006 befand sich der Hauptsitz der RAC in Changins bei Nyon am Genfersee.

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