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In einer ersten Stufe muss die O/W-Emulsion des Butterungsrahmes gebrochen und das freigesetzte Milchfett zu Butterkörnern agglomeriert werden. Die Butterkörner werden danach intensiv geknetet, um eine möglichst fein disperse W/O-Emulsion zu erhalten. Die Wassertröpfchengrösse sollte 10 Micrometer nicht übersteigen, damit das Keimwachstum in der Butter tief gehalten werden kann. Falls ein sogenannter Gefügebruch auftritt, d.h. kleine Wassertröpfchen zu grossen Tropfen zusammenfliessen, resultiert ein hohes Verderbnisrisiko. Der korrekten Prozessführung kommt deshalb eine sehr grosse Bedeutung zu.
Die Brechung der Rahmemulsion und die Bildung der Butterkörner wird bei einer Temperatur von 10-15°C durchgeführt. Die Temperatur wird so gewählt, dass ein Verhältnis von 1:1 der festen und der flüssigen Phase des Milchfettes vorliegt, was eine gute Butterkornbildung ermöglicht.
Um Nachhärtungen zu vermeiden, darf sich die Butter während der Butterungsphase sowie der Weiterverarbeitung nicht wesentlich erwärmen. Wie neue Untersuchungen zeigen, lohnt es sich sogar, kühlbare Kneter einzusetzen, so dass die Butter mit 11°C oder weniger abgepackt werden kann. Vielfach wird Butter vor der Abpackung auch für einige Tage bei 2-3°C zwischengelagert. Die gelagerte Butter wird danach in Butterhomogenisatoren und Knetern („Doppelschnecken-extrudern“) nachbearbeitet. Teilweise haben diese Techniken einen so hohen Stand errreicht, dass auf die physikalische Rahmreifung verzichtet werden kann, ohne Einbussen in der Streichbarkeit in Kauf nehmen zu müssen.
Grundsätzlich wird zwischen Butter, die ausschliesslich aus Milchrahm hergestellt wird und Butter die aus einem Gemisch von Milch- und Sirtenrahmbutter produziert wird, unterschieden.
In den üblichen Butterprodukten liegt der Gehalt an fettfreier Trockensubstanz tief und beträgt durchschnittlich nur 1,2 - 1,5 %. Wird Butter aus der Fertigerfabrikation gewaschen, liegt der Gehalt sogar deutlich unter 1 %. Ernährungsphysiologisch hat die fettfreie Trockenmasse deshalb nur eine kleine Bedeutung. Bakteriologisch und sensorisch kann sie sich jedoch stark auswirken.
Um nachteilige Veränderungen in Butterprodukten zu vermeiden, muss deshalb auf eine gute Verteilung der Wasserphase geachtet werden, wobei die Tröpfchengrösse 10 Micrometer nicht übersteigen sollte.
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