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Die Milchwirtschaft ist und bleibt für die schweizerische Landwirtschaft von erstrangiger Bedeutung. Um die Marktstellung im liberalisierten grenzüberschreitenden Wettbewerb zu halten bzw. wieder auszubauen müssen sich Schweizer Milchprodukte als Produkte erstklassiger Qualität und eigenständigem Charakter auf dem Markt profilieren und auch den internationalen Lebensmittelsicherheitsstandards entsprechen. Hierzu braucht es aktuelles Fachwissen auf allen Stufen der Filière, eine gute Milchqualität, hoch stehende Technologie, geeignete Kulturen (Gärungsorganismen) und Daten für die produktspezifischen Risikoanalysen und die darauf abgestützten HACCP-Konzepte. Im Zuge der Marktöffnung hat in der schweizerischen Milchwirtschaft ein nachhaltiger Strukturwandel eingesetzt. Auf grösser werdenden Milchproduktionsbetrieben halten vollautomatisierte Melksysteme und andere neue Techniken Einzug, die sich auf bestimmte Aspekte der Milch auswirken können. Gleichzeitig wird die Milch ein zunehmend anonymisierter Rohstoff, der in Verarbeitungsbetrieben wachsender Grösse verarbeitet wird. Die Häufigkeit von Störungen in der Käsefabrikation pro Betrieb und Jahr ist tendenziell steigend bei deutlicher Zunahme des Schadenausmasses. Die gewerblichen Milchverarbeiter und die Wissensvermittler (Beratung, Bildung) sind darauf angewiesen, dass sich die Forschung und der Wissenstransfer von ALP dieser drängenden Probleme annehmen.
Seit der Auflösung der Milchwirtschaftlichen Inspektions- und Beratungsdienste (MIBD) per Ende 2006 arbeitet ALP in der Wissensvermittlung mit den neuen, teilweise privatrechtlich organisierten Beratungsplattformen zusammen, die untereinander im Wettbewerb stehen. Es ist in diesem in diesem heterogenen und noch nicht konsolidierten Umfeld deutlich schwieriger, alle Zielgruppen zu erreichen.
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