Die Schutzgasverpackung wird je nach Gewichtung der beiden Aspekte Fleischfarbe und Ausschluss von aeroben Keimen und je nach Art des Produktes angewendet. Bei dieser Verpackungsart wird das Fleisch in einer modifizierten Atmosphäre in eine gasdichte Folie verpackt . Dabei macht man sich zunutze, dass die üblichen Keime bei einer Gaskonzentration von über 26% CO2 (Aussenluft: 0.04% CO2) in ihrer Entwicklung gehemmt werden.
Verarbeitetes Fleisch wird meist in eine modifizierte Atmosphäre verpackt, die je nach Art des Produktes zwischen 30 und 100% Kohlendioxid (CO2) und den Rest Stickstoff (N2) enthält. Bei rotem Frischfleisch setzt sich diese aus 30 - 40% CO2 und 60–70% Sauerstoff (O2) zusammen, während bei weissem Frischfleisch 100% CO2 und O2 -undurchlässige Folien eingesetzt werden.
Ein weiterer Vorteil von modifizierten Schutzgas-Verpackungen besteht darin, dass einzelne Fleischstücke weniger zusammenkleben. Gerade bei geschnittener Ware ist dies für das Handling von Bedeutung, z.T. müssen dennoch zusätzlich Folien zwischen die einzelnen Fleischscheiben eingelegt werden.
Neben der Zusammensetzung der Atmosphäre ist auch das Material der Verpackungen von entscheidender Bedeutung. So hat dieses verschiedene Anforderungen hinsichtlich Gasdurchlässigkeit, Schutz vor Lichtoxidation, mechanische Festigkeit, Zusammensetzung bzw. Verflüchtigung einzelner Inhaltsstoffe, etc. zu erfüllen. Das heutige Verpackungsmaterial besteht daher vielfach aus mehreren Lagen mit unterschiedlichen Eigenschaften.