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Verpacken

Bei der Verpackung von Fleisch und daraus hergestellten Produkten wird grundsätzlich zwischen zwei Arten unterschieden:
VakuumverpackungNeues Fenster
Vakuumverpackung Vakuumverpackung
Die Vakuumverpackung bezweckt, den Sauerstoff möglichst vollständig vom Produkt fernzuhalten (Vakuum = absolute Leere). Dies führt einerseits dazu, dass sich obligat aerobe (= sauerstoffliebende) Keime nicht mehr entwickeln können; das Vorkommen von anaeroben (=sauerstoffunabhängig) Keimen kann damit jedoch nicht ausgeschlossen werden. Der Ausschluss von Sauerstoff, der durch gasdichtes Material zu gewährleisten ist, hat andererseits zur Folge, dass das Fleisch vorerst eine purpurrote Farbe einnimmt (bedingt durch reduziertes Myoglobin). Erst beim Öffnen der Verpackung und dem dadurch bedingten Sauerstoffzutritt kann sich Oximyoglobin bilden, welches die erwünschte leuchtend rote Farbe mit sich bringt.



Obwohl die Fleischreifung in den Schlachthälften ausgeprägter erfolgt, wird ein Grossteil des Fleisches aus Platzgründen und wegen des hohen Gewichtsverlustes sowie des Handlings in Vakuumbeuteln, sog. Reifebeuteln, gereift.
Verpackung mit Schutzgas (auch als Atmospackungen bezeichnet)
Verpackung mit Schutzgas (auch als Atmospackungen bezeichnet)
Die Schutzgasverpackung wird je nach Gewichtung der beiden Aspekte Fleischfarbe und Ausschluss von aeroben Keimen und je nach Art des Produktes angewendet. Bei dieser Verpackungsart wird das Fleisch in einer modifizierten Atmosphäre in eine gasdichte Folie verpackt . Dabei macht man sich zunutze, dass die üblichen Keime bei einer Gaskonzentration von über 26% CO2 (Aussenluft: 0.04% CO2) in ihrer Entwicklung gehemmt werden.

Verarbeitetes Fleisch wird meist in eine modifizierte Atmosphäre verpackt, die je nach Art des Produktes zwischen 30 und 100% Kohlendioxid (CO2) und den Rest Stickstoff (N2) enthält. Bei rotem Frischfleisch setzt sich diese aus 30 - 40% CO2 und 60–70% Sauerstoff (O2) zusammen, während bei weissem Frischfleisch 100% CO2 und O2 -undurchlässige Folien eingesetzt werden.

Ein weiterer Vorteil von modifizierten Schutzgas-Verpackungen besteht darin, dass einzelne Fleischstücke weniger zusammenkleben. Gerade bei geschnittener Ware ist dies für das Handling von Bedeutung, z.T. müssen dennoch zusätzlich Folien zwischen die einzelnen Fleischscheiben eingelegt werden.

Neben der Zusammensetzung der Atmosphäre ist auch das Material der Verpackungen von entscheidender Bedeutung. So hat dieses verschiedene Anforderungen hinsichtlich Gasdurchlässigkeit, Schutz vor Lichtoxidation, mechanische Festigkeit, Zusammensetzung bzw. Verflüchtigung einzelner Inhaltsstoffe, etc. zu erfüllen. Das heutige Verpackungsmaterial besteht daher vielfach aus mehreren Lagen mit unterschiedlichen Eigenschaften.

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