Maschinen sind teuer und sollen sinnvoll eingesetzt werden. Je nach Betrieb lohnt es sich, die Maschine zu mieten oder die Arbeit komplett an Lohnunternehmen auszulagern.

Grassilageernte mit Mietmaschinen – was kostet mich eine Hektare?
© ART Reckenholz-Tänikon
Ein neuer Traktor kostet etwa soviel wie eine edle Luxuslimousine und auch die Preise der meisten übrigen Landmaschinen bewegen sich im fünfstelligen Bereich. Kein Wunder, sind die Maschinen zu einem grossen Teil für die hohen Produktionskosten in der Schweizer Landwirtschaft verantwortlich. Die Maschinen auf den Schweizer Landwirtschaftsbetrieben werden im Vergleich zu ausländischen Betrieben aufgrund der kleineren Betriebsstruktur oft schlecht ausgelastet. Dabei gäbe es zahlreiche Maschinen, die überbetrieblich eingesetzt (Maschinenmiete) werden könnten und Arbeiten, die gleich ganz an Spezialisten ausgelagert werden könnten (Lohnunternehmer). Darum erstellt ART regelmässig Kostenkalkulationen (Maschinenkosten), die auf aktuell erfassten Bruttopreisen von mehr als 650 Landmaschinen sowie auf angepassten Treibstoffpreisen und Reparaturkosten basieren. Die daraus berechneten Entschädigungsansätze publiziert ART jährlich in einem Maschinenkostenbericht. Damit erhalten Landwirte eine organisatorische Hilfestellung in der Festlegung der Konditionen zum überbetrieblichen Maschineneinsatz. Die berechneten Entschädigungsansätze zeigen den Landwirten, was eine Maschine pro eingesetzte Stunde oder Hektare kostet. Sie können damit selbst berechnen, ob sich ein Kauf lohnt oder doch allenfalls die Maschinenmiete oder der Auftrag an den Lohnunternehmer die bessere Alternative ist.
Gazzarin C.
Maschinenkosten 2011 : Mit Kostenansätzen für Gebäudeteile und mechanische Einrichtungen.
ART-Bericht. 747, 2011, 1-56