Agroscope

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Futterbau in trockenen Lagen: Wiesen oder einjährige Kulturen?

Changins, 29.03.2012 - Weidegras-Fütterung ist die natürlichste Methode, um Kuhmilch und Rindfleisch zu produzieren. Doch nach zwei aufeinanderfolgenden trockenen Jahren können praktisch keine neuen Heuvorräte angelegt werden. Agroscope hat deshalb am Standort Changins verschiedene Futterkulturen trockenen und normalen Wetterbedingungen ausgesetzt, um die jeweiligen Erträge zu ermitteln. Erste Resultate deuten darauf hin, dass die Auswirkungen von Trockenperioden ernst zu nehmen sind.

Beurteilung der Trockenjahre 2010 und 2011

Die Auswirkung der Wasserverfügbarkeit auf das Ertragsvermögen der Futterkulturen ermitteln - das war das Ziel des Versuchs, den Agroscope-Experten 2009 in Changins (VD) auf einer Parzelle nahe des Genfersees durchgeführt haben. Die Versuchsanordnung ermöglicht den Vergleich zwischen Fruchtfolgekulturen (Mais, Gerste, Luzerne) und 3- bis 5-jährigen Ansaatwiesen. Jede Parzelle war in zwei Teile unterteilt: der eine Teil wurde regelmässig bewässert, um im Boden ein Wasserdefizit zu verhindern, der andere Teil wurde den normalen Wetterbedingungen ausgesetzt. Die zwei vergangenen, von langen Trockenperioden gezeichneten Jahre haben Ertragsunterschiede gezeigt (Tabelle 1).

Futterstrategie...

In unseren Weideregionen haben sich sowohl die Erntetechniken als auch die Futterkonservierung ständig weiterentwickelt und eine hohe Effizienz erreicht. Dank einer durchdachten Bewirtschaftung der den Herden zur Verfügung gestellten Flächen werden die Weiden zudem besser genutzt. Kürzlich hat das Berufsbildungszentrum Hohenrain (LU) zwei Milchproduktionssysteme miteinander verglichen. Die betriebswirtschaftliche Auswertung der Resultate der beiden Systeme zeigte, dass eine nur mit Weidefutter geführte Herde gegenüber einer Stallherde mit einer Mischfutterration ein höheres Einkommen generierte. Die erzielten Jahreserträge bestätigten besonders günstige Bedingungen in der Wachstumsphase der Pflanzen. Eine Hektar Weide deckte den Bedarf von 4 Kühen im Frühling, von 3 im Sommer und von 2 im Herbst. Im Hitzejahr 2003 reichte die gleiche Fläche nicht einmal aus, um am Fusse des Jura eine einzige Kuh zu ernähren.

... in Trockenlagen

In den Jahren 2010 und 2011 erlaubte die Bewässerung in Changins, Futtererträge zu erreichen, die mit jenen von Hohenrain vergleichbar sind. Die Wassergaben haben beim Mais zu einer Zunahme um rund 10% und bei den Wiesen um 50% geführt. Diese ersten Resultate verdeutlichen die Anfälligkeit der Weidesysteme für Trockenheit. Sie zeigen auch auf, welche Sicherheit einjährige Kulturen bieten können. Mais und Luzerne sind wertvolle Futterressourcen bei unzureichendem Wasservorkommen.

Herausgeber:

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Internet: http://www.agroscope.admin.ch/index.html?lang=de
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